Die Bevölkerung Vietnams, rund 76,5 Millionen Einwohnern, weist eine aussergewöhnliche Homogenität auf: 85 - 90 Prozent aller Einwohner sind ethnische Vietnamesen. Verschiedene ethnische Gruppen machen die restlichen 10 Prozent der Bevölkerung aus. Dazu gehören ca. 1,2 Millionen Chinesen, konzentriert im Süden Vietnams. Obwohl die Vietnamesen von chinesischen Traditionen beeinflusst wurden, hat sich durch den Kampf um politische Unabhängigkeit ein ausgeprägter Sinn für nationale Identität entwickelt. In fast 100 Jahren französischer Herrschaft (1858-1954) standen die Vietnamesen auch unter europäischem Einfluss.
Die Familie und Ahnenverehrung spielt immer noch eine wichtige Rolle und spiegelt die weiterlebenden Traditionen wider.
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Die zweitgrösste Minderheit, die im Süden lebenden Montagnards (Bergstämme) umfasst zwei ethnische Gruppen – die Malayo-Polynesier und die Mon-Khmer. Des Weiteren leben über 30 verschiedene Minderheiten in den Gebirgsregionen Vietnams. Eine dritte Minderheit sind die sogenannten Khmer Krom, die früher den ganzen Süden, heute jedoch nur einige Provinzen nahe der kambodschanischen Grenze besiedeln. Sie umfasst ca. 600.000 Menschen.
Die Cham, ursprünglich aus Indonesien zugewandert, sind die Nachfahren des einstmals mächtigen Königreiches der Champa, welches im 16. Jahrhundert von den Vietnamesen zerstört wurde.
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