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Cornel Keller, Januar 2018

Philippinen


Im Land der 7000 Inseln

Manila - das Leben in einer 12 Millionen Metropole

Im November 2017 entschied ich mich, mein zu Hause für elf Wochen nach Manila zu verlegen, um dort Deutsch zu unterrichten. Am Manila Ninoy Aquino Flughafen wurde ich sehr herzlich von einem Helfer der Schule empfangen. Via Taxi, meinem Hauptfortbewegungsmittel nebem dem Trycicle (Dreirad mit Passagiersitz), wurde ich zu meiner Unterkunft gebracht. Dass Manila nicht mit grünen Wiesen und öffentlichen Plätzen, dafür aber mit Lawinen von Autos übersäht ist, wurde mir sehr schnell klar. Zwei Stunden Taxifahren für eine Distanz von 6 Kilometern bekam schnell Alltag. Dennoch, die Wärme und Gastfreundschaft der Bewohner entschädigt für all das. Nach einer ersten Nacht im Gemeinschaftshaus, wo wir 15 auf 3 Etagen verteilt lebten und schnell zu einer richtigen Familie zusammen wuchsen, begann für mich die Arbeit an der Beagle Academy, wo Krankenpfelger und -pflegerinnen Deutsch lernten.

Deutschlernen als Chance

Die private Deutschschule, für welche arbeitete, liegt mitten im Bankencenter des Stadtteils Makkati. Die Schüler waren äusserst motiviert, bedeutet für sie das Erreichen des Deutsch B2 Zertifikates doch den Zugang zu einem Visum nach Deutschland. Das Unterrichten bereitete grosse Freude und wurde von den Lernenden sehr geschätzt. Das Leben in Manila selber jedoch war eher eine Herausforderung. Das man sich beim Überqueren der Strasse durch fahrende Autos hindurch schlängeln musste war für mich genauso ungewohnt wie die Tatsache, dass jeder sein Toilettenpapier selber mitbrachte. Was für uns so selbstverständlich scheint, ist leider nicht überall Grundvoraussetzung. Dass sich die Küche hauptsächlich auf Reis, Ei und Fleisch (3x täglich) beschränkt, ist sicherlich gewöhnungsbedürftig und für Vegetarier herausfordernd. Wer aber eine grosse Portion Humor, Geduld und Flexibilität mitbringt, der wird auch dort sein Glück finden.

Die Schönheit liegt rundherum

Das Land, welches sich auf soviele Inseln verteilt, bietet wirklich alles für Reisende. Seien es die Berge im Norden in der Region Luzon, die Strände auf der weltbekannten Insel Palawan oder die Chocolat Hills auf Bohol - überall findet man die, teilweise noch fast unberührte, natürliche Schönheit des Landes zu sehen - ausser in Manila. Am meisten sieht man, wenn man sich einen Roller mietet und einfach drauf losfährt. Dabei ist jedoch eine gewisse Ruhe am Steuer sicherlich hilfreich, denn die Hupe wird hier eigentlich permanent als Kommunikationsmittel eingesetzt. Speziell bleibt mir die Situation in den Sinn, als uns in der Nähe des Unterwasser Flusses bei Sabang, mitten in der Dunkelheit, umgeben von Jungel, der Benzin ausging. Nach einem Kilometer Marsch trafen wir auf eine ältere Dame, die uns zum nächsten "Kiosk" führte, wo wir schlussendlich Benzin in der Flasche kaufen konnten. Dankbar und erleichtert konnten wir so den Rückweg zum Hotel antretten, wohlwissend, dass Filipinos unendlich hilfsbereit sind.

Über den Autor


Autor

Cornel Keller

Seit 2012 im Team, ist Cornel hauptsächlich als Unterstützung im Bereich Werbung und Administration im Einsatz. Um einen Eindruck von der Unendlichkeit der Welt zu erhalten, ist er viel unterwegs, am liebsten mit leichtem Gepäck und abseits der grossen Touristenströme. So auch in Südafrika, als er während sechs Wochen als Volontär in der Nähe seiner Lieblingsstadt Kapstadt mit Geparden und Anatolischen Schäferhunden arbeitete.  Sein Motto: Weniger ist mehr, nimm dir Zeit zum Reisen.  

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