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Jörg Keller, Oktober 2015

Amerikas Osten


Und wieder mal nach Amerika, habe ich mir im Herbst 2015 gesagt. Der Osten, die Region Neu England, hat es mir angetan. Weil noch ein privater Besuch anstand, bin ich aber nicht nach Boston, sondern nach South Bend in Indiana gereist.

Deutsche Spuren

South Bend ist eine Universitäts-Stadt und liegt ganz im Norden  des Bundesstaates Indiana, rund 2 Stunden Fahrzeit östlich von Chicago. Von dort aus entdeckte ich mit meinem Sohn die Region um den Lake Michigan. Beeindruckend ist die Grösse des Sees, man glaubt sich an einem Meeresufer. Auf einem nostalgischen anmutenden Dampfer (www.ssbadger.com) oder mit dem Tragflügelboot (www.lake-express.com) kann man den See an zwei Orten überqueren. Ich wählte die schnelle Variante – in 2.5 Stunden von Muskegon nach Milwaukee. Milwaukee liegt im Bundesstaat Wisconsin. Interessantes Detail: es gibt geschichtlich gesehen enge Bezüge zwischen Deutschland und Wisconsin. Fast die Hälfte der Einwohner stammt von deutschen Einwanderern ab. Städtenamen wie Berlin, New Berlin, Kiel, New Holstein und Rhinelander deuten auf die Herkunft der Ortsgründer hin.     

Neu England – Land der Gründerväter

Nach vier Tagen in der Region bin ich dann zu meinem eigentlichen Ferienziel nach Vermont geflogen. Schon Jahre habe ich mich auf einen Trip durch Neu England gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.

Gefällt einem die sehr ländliche Region mit vielen Seen, hügliger Landschaft und pittoresken Dörfern, wird man sich hier sehr heimisch und willkommen fühlen. Von Hektik ist wenig zu spüren und die Leute finden immer Zeit für einen Schwatz. Auffallend das überall mit Organic und Bio Produkten um Kunden geworben wird. In keiner anderen Region – ausser vielleicht in Kalifornien – wird die Verbundenheit mit der Scholle und Natur so betont  und gelebt. Übernachtet habe ich während meiner Reise in Bed and Breakfast’s. Es hat viele davon. Einige liegen abseits und sind eher einfach, dann gibt’s aber auch die wirklich ausgezeichneten Unterkünfte in stilvollen Land- und alten Patrizierhäusern oder in ganz kitschig (und darum schon fast wieder schön) auf kolonial getrimmten Häusern an den Gestaden eines der vielen Seen.

Mount Washington

Ein Höhepunkt der Reise war die Fahrt mit dem Auto auf den Mount Washington. Obwohl nur 2000 Meter hoch, herrschen sehr spezielle klimatische Verhältnisse. Der Gipfel ist nur an wenigen Tagen im Jahr wolkenfrei – ich hatte Glück (mit Fernsicht bis zum Atlantik)! Eindrücklich – wie das die Amerikaner immer gerne und auch gut erledigen – die vielen wilden Geschichten und ausgefallenen Gegenstände die im Gipfelmuseum dokumentiert und ausgestellt sind. Kurzweilige Tagesetappen führten mich  durch Vermont, New Hampshire und Maine. Vor allem die Küste Maine’s hat mich beeindruckt. Ich selber gehe nicht Meilenweit für Hummer.

Ein Paradise für Hummer-Liebhaber

Für wahre Hummer-Freak gibts aber wohl keine bessere Location als die Region zwischen Portland und Bar Harbour im Acadia Nationalpark (übrigens der einzige Nationalpark in Neu England). Jedes Dorf hat seine eigene Fischereiflotte und Lobster wird in allen Variationen gebraten, gebacken, frittiert und was weiss ich noch angeboten. Die Küste mit den hunderten vorgelagerten Inselchen lernt man am besten  auf einem Segelturn kennen. Oder man macht es wie ich – studiere die Fahrpläne der vielen Fähren – zum Beispiel ab Camden - und stelle dir deine eigene Reise von Insel zu Insel zusammen.

Überall kann man Kanus mieten, um auf einem der tausend Seen die absolute Ruhe zu erleben. Ich war ganz bestimmt nicht zum letzten Mal in der Region. Auslassen werde ich aber die Grossstädte und ich werde mich noch viel weiter mit angeschnalltem Rucksack und einem warmen Schlafsack in die Natur raus wagen, um meinen Moose zu finden. Moose = ähnlich dem Elch aber noch grösser, stattlicher und richtig beeindruckend.

Über den Autor


Autor

Jörg Keller

Seit mehr als 25 ist Jörg als Inhaber und Geschäftsführer tätig. Sein „Handwerk“ erlernte er während der Lehrzeit bei American Express in Zürich. Die Lehr- und Wanderjahre führten ihn später auf unzähligen Reisen zu vielen Ecken unserer unglaublichen, prachtvollen Welt. Und die Reise ist noch nicht vorüber! Früher war er mit dem Rucksack unterwegs, mit Bus und Zug. Heute geniesst er gerne ein schönes Hotel. Sein Motto: Jedem Tierchen sein Pläsierchen.   

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